| Erinnerung an Albin |
|
Erinnerung an Albin Ein Hundeschicksal von vielen in Deutschland! Ich bin wütend, unendlich traurig und muss mal den sprichwörtlichen Dampf ablassen, sonst platze ich vor Wut.
Das ist Albin und das letzte Foto von ihm, welches ich noch machen konnte. Ein ca. 10j. Shih Tzu. Sein mir bekannter Lebenslauf des letzten Jahres. Abgabe im Dezember 2010 von einer Frau, die ihn nicht mehr halten konnte. 5,8kg, Handtaschengröße. Sie hatte uns schon Wochen vorher angerufen und um Aufnahme gebeten. Leider hatten wir keinen Platz und keine Genehmigung für Hundeaufnahme. Doch dieses ist ein anderes Thema. Wir waren dann nur Vermittler. Erhalten hat ihn eine ältere Dame über 70(die ich nur vom Telefon her kannte und die mir den Rest über sich wohlwissend verschwieg), die damals schon nicht mehr ganz gesund war, die mich ein ¾ Jahr angerufen hat und nach einem neuen Hund gefragt hat. Nun ist das geschehen, was eigentlich immer mehr passiert. Die alte Dame ist noch kränker geworden, ist ins Krankenhaus gekommen, danach kommt sie mit hoher Wahrscheinlichkeit ins Pflegeheim. Außerdem hat sie seit 1 ½ Jahren eine ehrenamtliche Betreuerin. Weil sie noch nicht einmal mehr die alltäglichsten Dinge schaffte. Nun zu Albin. Albin war krank. Aber weil kein Geld da war, konnte das arme Tier nicht zu einem Arzt gebracht werden. Als Albin von der Hundefriseurin geschoren wurde, stellte diese ganz schlimme Entzündungen von „Grannen“ fest, die sich in die Haut gebohrt hatten. Albin wurde zum Arzt gebracht, untersucht und behandelt, dabei wurden ihm ganz schnell noch ein paar Zähne gezogen, eine Herzinsuffizienz festgestellt, 2 Augensalben für seine zwei kaputten Augen mitgegeben. Da die Frau kein Geld hat, wurden keine Medikamente für die schlimme Herzinsuffizienz mitgegeben. Albin bekam immer weniger Luft. Fraß nicht mehr, nahm kein Wasser mehr auf. Nun wurden wir angerufen, ob wir die Tierarztkosten bezahlen würden? Die Dame hätte kein Geld, die Betreuerin könnte Tierarztbesuche auch nicht bezahlen. Albin litt. Ich kannte den Hund nicht, rief beim behandelnden Tierarzt an. Urlaub! Die Sprechstundenhilfe deutete mir an, dass das nicht meine Sache wäre. Mittlerweile rief die Betreuerin wieder an, Albin würde es schlechter gehen, ich riet ihr zum Arzt zu gehen. Das ginge nicht, sie könnte das nicht bezahlen. Albin fällt immer um, ringt nach Luft! Ich sagte der Betreuerin sie solle ihn bringen. Als sie mit Albin hier war, sah ich den schlechten Zustand des Hundes. Er musste eingeschläfert werden, da er keine Luft mehr bekam. Ich rief eine andere Tierärztin an ob ich mit einem kranken Hund kommen könnte. Die Sprechstundenhilfe sagte mir erst abends um 18.00 Uhr wäre Sprechzeit. Ich habe dort angerufen, weil die Ärztin auch im Hause wohnt. Alle anderen nahen Tierärzte waren zu dem Zeitpunkt auch nicht zu erreichen. Ich ließ Albin, damit er keinem neuen Stress ausgesetzt wurde bei mir im Auto, damit ich gleich starten konnte wenn ich einen Arzt erreiche. Für Albin kam jede Hilfe zu spät! Er ist an dem Wasser in seinen Lungen erstickt! Ein Herzmedikament zur rechten Zeit hätte ihm vielleicht das Leben gerettet, aber um welchen Preis? Kein Zuhause mehr, weil er wieder nicht gehalten werden konnte? Ein kleiner Hund von 5,8kg, so groß wie eine Katze. Kein Lebensplatz für ein Tier was im Alter krank wurde.
|
