| Leserbrief vom: 08.10.2011 in der EJZ |
Wendland hat für Tiere kein ErbarmenBetrifft: Kunst und Tierschutz Mahatma Gandhi war ein weiser Mann, denn folgendes Zitat stammt von ihm: Die Größe umd den Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie die Tiere behandelt. Danach sieht es für die Nationen unserer heutigen Welt recht fins-ter aus. Tiere rund um den Globus werden gequält, misshandelt, abgeschlachtet, oft auf grausame Weise. Aber man muss nicht in die Ferne schweifen, direkt vor unserer Haustür geht es oft nicht besser zu. Wer sich mal die tägliche Arbeit in Breustian bei der »Tierhilfe Wendland» anschaut, miterlebt, in welchem Zustand die Tiere oft ankamen, bekommt einen Einblick in das Tierelend hier bei uns im Kreisgebiet. Um ein bisschen Geld in die leeren Kassen zu bekommen, hatten wir ein Benefiz-Konzert, unter oben genanntem Zitat, in Hitzacker im Verdo veranstaltet. Die Zeitungen machten Reklame und berichteten darüber. Es war ein wunderbares Konzert, dargebracht von einer beachtenswerten Künstlerin, Martha Engkirch. Die Darbietung konnte mit anderen größeren Veranstaltungen locker mithalten. Doch scheinbar ist bei unseren »Musikliebhabern» das Sehen und Gesehenwerden auf dem roten Teppich vorrangig, denn ob die dort angebotenen musikalischen Genüsse immer verstanden werden, bezweifle ich. Wie sonst ist es zu erklären, dass ein gutes Klavierkonzert von sonst musikbegeistertem Publikum nicht beachtet worden ist? Umso bedauerlicher, da es für einen guten Zweck zu Gehör gebracht wurde. Große Veranstaltungen bekommen noch große Gelder in ihre Töpfe, geht es aber um Tiere, ist kein Geld mehr da. Der Leserbrief am 23. September in der EJZ von Herrn Baumgarten hat mit jeder Zeile recht. Unser angeblich naturnahes, naturfreundliches Wendland hat für Tiere, ob Haustier oder Nutztier, kein Erbarmen. Massentierställe werden praktiziert und zugelassen. Eine Schande! Die Hauptsache: Die eigene Geldbörse ist gefüllt. Um sein Gewissen zu beruhigen, spendet man vielleicht noch für Kinder oder andere karitative Vereine (was natürlich lobenswert ist). Aber für Tiere, die man haben will, hält und oftmals sinnlos vermehrt, muss das Ehrenamt herhalten. Für unsere Mitlebewesen, die schon vor uns diese Erde bevölkerten, hat der Mensch kein Verständnis mehr. Er zerstört die Natur, damit die Existenz der Tiere und dadurch zuletzt sich selbst. Hier Einhalt zu gebieten, sollte uns allen ein Anliegen sein. Ingrid Zacher, Dannenberg
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